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A K T U E L L E S
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DAS NATURSCHUTZGEBIET BODENMÖSER BEI ISNY O schaurig ists übers Moor zu gehen, wenn es wimmelt vom Heiderauche... textete Anette von Droste - Hülshoff im 19. Jahrhundert. In der Tat bedeckten damals noch ausgedehnte Moorflächen unsere Landschaft, die praktisch nur für Eingeweihte zu durchdringen waren. Heute haben Moore ihren Schrecken verloren, da sie durch Trockenlegung und Abtorfung zerstört oder auf Restflächen zurückgedrängt wurden. Dennoch stellen die restlichen Moorflächen heute wichtige Rückzugsräume für eine Reihe seltenster Tier- und Pflanzenarten dar. Ein Beispiel für einen der größten, weitgehend noch intakten Moorkomplexe des Württembergischen Allgäus ist das Naturschutzgebiet Bodenmöser. Es liegt zwischen Isny und Eisenharz und vereinigt auf einer Fläche von über 600 ha mehr als 30 Feuchtgebiete. Darunter sind, direkt vor den Toren Isnys, ausgedehnte Niedermoorflächen, die heute noch auf traditionelle Weise lediglich als Ein- und Zweischnittwiesen genutzt werden. Deshalb bestechen diese feuchten Wiesen vom Frühjahr bis in den Herbst durch ihre bunte Blütenpracht. Im Februar und März leuchten die weißen Blüten von Krokus, Fieberklee und Wollgras. Danach folgen das kräftige Violett des Frühlingsenzians und das tiefe Gelb von Sumpfdotterblume und Trollblume. So geht es weiter bis in den Herbst, in dem die milden Brauntöne des Pfeifengrases das Bild beherrschen. Aber auch die Tierwelt ist aller erste Sahne. Eine Reihe von Wiesenvögeln, wie Lerche, Wachtel und Braunkehlchen brüten hier noch erfolgreich. Unzählige Insekten, darunter die rotschenkelige Sumpfschrecke und Schmetterlinge wie der Enzianbläuling oder der Hochmoorgelbing finden hier noch eine Heimat. Dies gilt auch für Frösche, Mooreidechsen und Kreuzottern. Aber nicht nur die Niedermoorflächen, sondern auch die Hochmoorflächen sind einen Besuch wert. Wenn im Herbst das Heidekraut blüht, ist ein Bummel durch die Eisenharzer Heide ein wahrer Augenschmaus. Und wenn dann tatsächlich noch Nebelschwaden durch die Bergkiefern ziehen, dann ist es wie früher, als es noch schaurig war übers Moor zu gehen. |